Landwirtschaft und Energie

Die Landwirtschaft

Zusammen mit Georg Hommel betreiben wir den Ackerbau auf dem Glockenhof und dem Rüterhof gemeinsam. Wir bewirtschaften 290 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. 110 ha sind dem Glockenhof, 180 ha dem Rüterhof zuzuordnen. Angebaut werden Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Braugerste. Wichtig ist hier für uns auch das Stroh. Durch die eigene Herstellung erreichen wir beste Qualitäten.
Auf 0,3 ha bauen wir Runkelrüben an, die wir im Winter in einer Miete lagern. Sie sind unverzichtbar als schmackhaftes Beifutter und halten im Winter den Verdauungsapparat unserer Pferde in Gang.
20 ha sind vertragsgebundener Naturschutz. Hier werden Blühstreifen, d.h. blühende Feldpflanzen wie Sonnenblumen und Inkarnat-Klee rund um die Felder gesät. Diese dienen der Fruchtfolgeauflockerung und den Insekten, wie z.B. Bienen und Schmetterlingen. Im Herbst bevölkern unzählige Vögel, darunter auch Rebhühner, die abgestorbenen Pflanzen und freuen sich über die Samen.

Fütterung

Wir bewirtschaften unsere Grünlandflächen selbst und produzieren Silage und Heu eigenständig. Uns ist gepflegtes, gutes Grünland enorm wichtig. Ein Pferd kann nur zu einem kleinen Teil seine Energie aus Kraftfutter schöpfen, Basis ist immer ein gutes Grundfutter. Dieses erzielen wir durch ausgewogene Düngung und Kalkung, intensive Pflegemaßnahmen, stetiges Nachdrillen von frischem Saatgut und eine qualitativ rasche, schonende Ernte. Ergänzt wird dieses Futter durch den gezielten Anbau von Welschem Weidelgras (14 ha), welches immer ein Jahr auf einem unserer Felder wächst und zur Saatund Futterproduktion dient. Es liefert beste Qualitäten und bereichert unsere Fruchtfolge. Der 2. Schnitt wird mit dem Mähdrescher geerntet und die Saat an die DSV geliefert. Das gedroschene Weidelgras dient im Winter als Ponyfutter. Hafer, Gerste, Müsli, Pellets und Mineralfutter werden zugekauft

Energie

– ein Thema, über welches wir uns schon seit Jahren Gedanken machen.

Wir sind 1998 gestartet und haben zwei Blockheizkraftwerke vom Typ Senertec Dachs installiert. Die gesamte Motorabwärme wird in unser Heizungsnetz geleitet. 1999 haben wir mit unserer Firma „AmWind“ und 5 weiteren Teilhabern 3 Windräder von der Firma Enercon in Etzen errichtet, die unseren Reitern inzwischen auch als gute Orientierung dienen.

2009 haben wir ca. 500m2 Solarmodule von FirstSolar auf unserer Reithalle installiert, die durch eine super Ost-WestAusrichtung alle Sonnenstrahlen einfangen.

Das alles ändert aber nichts daran, dass wir weiterhin ca. 60.000m3 Gas und ca. 16.000 Liter Diesel verbrauchten. Daher haben wir 2010 mit unserer Firma „AmGas“ zwischen Amelinghausen und Rehlingen eine Biogasanlage von PlanET mit der Installation von 4 Blockheizkraftwerken der Firma Schnellmotor á 265 KW elektrische Leistung erstellt. Ein Blockheizkraftwerk steht auf der Biogasanlage ein weiters auf dem Sportplatz, um das Schwimmbad, die Turnhalle und die Schule zu beheizen. Die anderen sind ca. 400m vom Glockenhof aufgebaut und beheizen Teile des Altdorfs und den Glockenhof.

Versorgt werden diese externen BHKWs über Gasleitungen. Durch dieses Konzept sind wir in der Lage auch die Abwärme der Stromerzeugung sinnvoll zu nutzen

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